Kulturelle Beiträge | Jahrbuch 2000
Ausgewählte neuere mennonitische Literatur
Jakob Warkentin
(1)
1. Einleitung
Mennoniten haben viele Prediger, aber nur wenige Dichter. Wie kommt das? Vielleicht, weil sie als religöse und nicht
als kulturelle Bewegung enstanden sind. Seit jeher waren sie bestrebt, Gottes Wort zu verkündigen, ganz gleich, ob in
schlichter Ansprache der Laien oder in gebildeter Rede der akademisch gebildeten Pastoren. Dichtung jedoch scheint bei ihnen bis
heute eine brotlose Kunst zu sein, die geringen praktischen Nutzwert hat. Hinzu kommt, dass Dichter ihre Personen erfinden und
sie mit ihren guten und schlechten Charaktereigenschaften ungefiltert darstellen. Das verleiht ihnen den Ruf, Lügengeschichten
zu erzählen und die Jugend zum Schlechten zu verführen.
Die Folge davon ist, dass die Sprache bei den Mennoniten verarmt, da sie der dichterischen Reichhaltigkeit entbehrt.
Hinzu kommt, dass das Prinzip der Wahrhaftigkeit arg strapaziert wird, wenn Personen in den Erzählungen vornehmlich
Vorbildcharakter haben sollen. Das müsste uns zu denken geben, denn die Bibel, auf die sich die Mennoniten seit Anbeginn berufen,
kennt beides: dichterische Sprache und ungeschminkte Darstellung des Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen.
Seit dem 20. Jahrhundert hat es jedoch in zunehmendem Maße mennonitische Dichter gegeben, die in der einen oder
anderen Form ihre Sicht des Menschen und der Verhältnisse zu Papier gebracht haben. Oft sind es Lehrer, die ein
Literaturstudium absolviert haben, oder Personen, die einfach Freude an der Literatur gefunden haben und nun selber zur Feder greifen. Ich
will und kann hier keinen Gesamtüberblick über mennonitische Schriftsteller geben, sondern nur eine kleine Anzahl
ausgewählter Werke präsentieren, die den Leser zur Lektüre von Belletristik animieren sollen.
Dichterische Werke gewähren uns Einblicke in die Seele des Menschen, die wir durch die Lektüre von religiösen,
psychologischen oder pädagogischen Werken allein nicht gewinnen können. Lesen von Dichtung ist daher nicht nur ein
ästhetischer Genuss, sondern zugleich ein Bildungsprozess, der weder durch Video noch durch Fernsehen zu ersetzen ist. Denn mittels
der dichterischen Sprache dringen wir ein in das Innerste der menschlichen Persönlichkeit, nehmen teil an ihren Gedanken,
ihren inneren Monologen, ihren Ängsten und Freuden, die sie vor der Öffentlichkeit häufig verbergen können.
Kaspar H. Spinner nennt im Blick auf jugendliche Leser drei Zielsetzungen, die das Lesen von Geschichten begründen:
Erstens kann sich der Jugendliche aufgrund eigener Lebenserfahrung in den literarischen Texten wiederfinden oder sich von den
dort geschilderten Figuren und Situationen abgrenzen. Gleichzeitig kann durch die Lektüre literarischer Texte die eigene
Entwicklung antizipiert werden, sei es im persönlichen oder beruflichen Bereich. Zweitens vermitteln literarische Texte fremde
Perspektiven und andere Sichtweisen. Drittens fördern Geschichten die Kreativität der Leser, indem sie deren Vorstellungskraft
stimulieren und zur produktiven Verarbeitung von Erfahrungen
anregen.
(2)
Nun ein paar Bemerkungen zur Begriffsklärung: Das Wort Literatur" wird in einem weiten und in einem engen Sinn
verwandt. Ganz allgemein versteht man unter Literatur alles Schrifttum, das vom Brief bis zum Wörterbuch und von der
juristischen, philosophischen oder religiösen Abhandlung bis zur politischen Zeitungsnotiz" reicht. Demgegenüber verstehen wir
unter Literatur im engeren Sinn die sogenannte schöne Literatur, die Belletristik, die nicht zweckgebundene und vom
Gegenstand ausgehende Mitteilung von Gedanken, Erkenntnissen, Wissen und Problemen ist, sondern aus sich heraus besteht und
eine eigene Gegenständlichkeit hervorruft, durch besondere gemüthafte und ästhetische Gestaltung des Rohstoffs Sprache
zum Sprachkunstwerk wird und in der Dichtung ihre höchste Form
erreicht."
(3)
Mancher Leser fragt sich beim Lesen eines Buches, ob denn das Gelesene auch wirklich wahr sei. Diese Frage wird häufig
auch direkt an den Dichter gerichtet. Die meisten Autoren wollen diese Frage nicht beantworten, da sie ihrer Meinung nach nicht
den Kern der Dichtung berührt. Dichtung verdichtet das im Leben von einzelnen Personen Erlebte in einer vom Dichter
künstlich erschaffenen Figur. Diese Figur ist dann natürlich nicht identisch mit einer der Personen, die den Dichter zum
Schreiben stimuliert haben. Wenn es sich um ein dichterisches Werk handelt, ist die Figur dennoch echt in dem Sinne, dass ihre
Erlebnisse den realen Bedingungen und Gegebenheiten entsprechen. Personen und Geschehnisse in einem Roman können daher
wahr sein, ohne jedoch wirklich zu sein. Wir müssen also bei der Dichtung zwischen Wirklichkeit und Wahrheit
unterscheiden. Natürlich können Wahrheit und Wirklichkeit sich auch in dichterischen Werken decken, z.B. in einer
autobiographischen Darstellung. Der Wert der Dichtung richtet sich aber mehr nach dem Wahrheitsgehalt als nach dem Grad der Wirklichkeit.
Fragen wir nun noch: Wie wird man Dichter bzw. warum schreibt ein Dichter? Wer schreibt, will Eindrücke und Erkenntnisse,
die ihn bewegen, in Sprache umsetzen. Er will sich über Personen und Sachen, über Ereignisse und Verhältnisse Klarheit
verschaffen. Er sucht Antwort auf die vielen Fragen, die ihn bedrängen und will sie in einer ästhetisch anspruchsvollen Form
wiedergeben. Daher experimentiert und spielt er mit der Sprache und nutzt ihre gesamte Bandbreite aus.
Über das Selbstverständnis und die Rolle eines Autors hat sich der Schriftsteller Dumitru Tsepeneag in seinem Roman
Hotel Europa" so geäußert: Der Autor ist wie der Heilige Geist: voller Ideen, aber unsichtbar, unhörbar. Er zieht alle Fäden, das
stimmt, aber wem gehören sie? Will sagen, dass er Figuren braucht, und seien es noch so armselige Marionetten. Umgekehrt
brauchen alle diese Kreaturen, die keine menschlichen Wesen sind _ deshalb nennt man sie ja auch Figuren! - , eine Stimme, um
existieren, um sich ausdrücken zu können." Der Erzähler spielt alle Rollen, lenkt Äußerungen, Gedanken. Denn irgendwo in den
Kulissen kauernd, denkt er mit lauter Stimme." Er fährt dann fort: Vielleicht sollte man gar nicht von einem Erzähler sprechen... Sind
es nicht sogar mehrere? Sind nicht auch die Leser so etwas wie Erzähler? Denn schließlich lesen wir doch nicht alle den
gleichen Text, auch wenn er sich in demselben Buch
befindet?"
(4)
Die Erdschwere unserer bäuerlichen Herkunft hindert uns oft daran, den Blick vom Weg oder Acker zu lösen und den
Geist einmal ungezügelt schweifen zu lassen, hinauf bis in ungeahnte Höhen oder hinab bis in die tiefsten Tiefen. Hinzu kommt,
dass die moralische Bremse uns an unkontrollierten Höhenflügen hindert und das gesellschaftserhaltende Gummiseil uns vor
dem plötzlichen Absturz bewahrt. Die Folge davon ist relative Sicherheit, weit verbreitete Mittelmäßigkeit und eine an das
Reale gebundene Genussfähigkeit.
Mennonitische Dichter, die sich infolge ihrer Neugierde und Risikobereitschaft an den mennonitischen Tellerrand
wagen, stehen in der Gefahr, von der Zentrifugalkraft des rotierenden Tellers wie ein Satellit in die Welt hinausgeschleudert zu
werden. Geraten sie dabei in eine Umlaufbahn, so besteht noch die Chance der Rückkehr, haben sie jedoch den Wirkungsbereich
der mennonitischen Schwerkraft ganz verlassen, besteht nur wenig Hoffnung auf eine glückliche Wiederkehr.
Nach diesen einführenden Worten wenden wir uns nun einigen Dichtungen zu. Bei der Dichtung unterscheiden wir
drei wesentliche Bereiche: Epik, Lyrik und Drama. Ich werde mich hier auf die erste Gattung beschränken. Ich habe die
Auswahl meiner Bücher mehreren Themenkreisen zugeordnet und beginne nun mit dem ersten:
2. Verfolgung, Flucht, Wanderschaft
1993 veröffentliche Harry Löwen das Buch
No permanent City. Stories from Mennonite History and
Life.
(5) Dieses Buch, das 1995 unter dem Titel
Keine bleibende Stadt(6) in deutscher Sprache erschien, enthält Geschichten über Anabaptisten
und Mennoniten aus den letzten fünf Jahrhunderten. Loewens Geschichten handeln von Mennoniten, die wegen der Verfolgung
in verschiedene Länder gewandert sind, um endlich einmal sesshaft werden zu können. Er will dem Leser keine moralische
Lektion erteilen, wohl aber bei ihm ein Verständnis für die Mennoniten und deren Glauben in Lehre und Praxis wecken.
Loewens Geschichten beruhen auf wahren Begebenheiten. Bei einigen Erzählungen überwiegt der historische Aspekt, bei anderen
die dichterische Freiheit. Die Geschichten sind kurz, spannend und gut lesbar. Sie sind daher besonders auch der Jugend
zu empfehlen und in Schul- und Jugendarbeit einsetzbar.
Auch Peter P. Klassens Buch Und ob schon ich
wanderte. Geschichten zur Geschichte der Wanderung und Flucht
der Mennoniten von Preußen über Russland nach Amerika,
das 1997 erschienen ist, gewährt dem Leser Einblick in das Leben
eines Wandervolkes, das vor äußeren und inneren Verfolgern fliehen muss. Klassens Geschichten beruhen auf wahren
Erlebnissen, die in dichterischer Freiheit nacherzählt werden. In der Titelgeschichte geht es um Jakob B. Hiebert, der wegen der
Übertretung von Gemeinderegeln in Cuauthémoc in Mexico in den Bann getan wurde. Klassen schreibt:
Die Gemeindezucht hatte Jakob Hiebert in ihrer schärfsten Form getroffen. Es war der strenge Bann, wie er nach
altem Brauch und nach neutestamentlicher apostolischer Weisung verhängt wurde. Sein Vergehen war eigentlich ein
doppeltes und in den Augen des Ältesten und des ganzen Lehrdienstes ein sehr schwerwiegendes. Er hatte einen
Pritschenwagen gekauft, Pick-up, sagte man dort von Kanada her, und das war von der Gemeinde verboten worden. Doch
der andere Fehltritt war noch schwerer. Hiebert hatte viele Bücher gelesen und gelegentlich Zweifel an der
ausschließlichen Richtigkeit der Gemeindeordnung geäußert. Nun hatte er noch _ und das hatte dem Faß den Boden
ausgeschlagen - seinen Sohn, den vierzehnjährigen Abram, in die Schule von Quinta Lupita geschickt. Diese Schule war von
der Allgemeinen Konferenz in Nordamerika und von der abtrünnigen Blumenaugemeinde aufgebaut worden. Sie
war staatlich anerkannt und widersprach in ihrem Wesen vollkommen den traditionellen Gemeindeschulen in den
Mennonitendörfern.
Jakob Hiebert war sich bewußt, dass er mit seinem Verhalten den Nerv des Gemeindesystems getroffen hatte,
den eigentlichen Grund für die Existenz der Altkolonier Mennoniten in Mexico. Er wusste auch um den Grund für
die Heftigkeit der Reaktion des Ältesten Dyck auf diese Übertretungen. Es ging darum, jedem Einbruch zu wehren,
die kleinen Füchse zu vertreiben, die den Weinberg verderben, dem Teufel auch nicht den kleinen Finger zu reichen.
Diese konsequente Haltung war das Bollwerk der Gemeinde gegen den Unkrautsamen, den der Feind nicht müde
wurde auszustreuen."
(7)
3. Frieden und Wehrlosigkeit
Die Mennoniten gehören zu den historischen Friedenskirchen. Das Glaubensprinzip der Wehrlosigkeit hat manche
Opfer gekostet und hat keineswegs immer dem Frieden gedient. Es führte zu Auseinandersetzungen mit solchen, die bereit waren,
ihr eigenes Leben und das der anderen mit der Waffe in der Hand zu verteidigen, aber auch mit solchen, die von innen her
kritische Fragen bezüglich der Glaubensüberlieferung stellten.
Dass Frieden auch zerstörerisch sein kann, ist schon in Daniel 8, 23-25 nachzulesen. Dort heißt es: In der letzten Zeit
ihres Königreichs, wenn die Übertreter überhand nehmen, wird aufkommen ein frecher und tückischer König. Der wird mächtig
sein, doch nicht durch seine Kraft; er wird greulich verwüsten, und es wird ihm gelingen, dass er´s ausrichte. Er wird die Starken
samt dem heiligen Volk verstören. Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen
erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fürsten; aber er wird ohne Hand
zerbrochen werden."
Und mitten im Frieden wird er viele verderben" - Dieses Motiv hat der mennonitische Dichter in Kanada Rudy Wiebe
aufgegriffen und 1962 in seinem Roman
Peace shall destroy
many(8) entfaltet. In dem Roman geht es um die Erlebnisse einiger
Mennoniten, die um 1920 aus Russland nach Kanada gekommen sind, um sich hier eine mennonitische heile Welt aufzubauen. Sie
müssen jedoch erfahren, dass das letzlich unmöglich ist. Nicht, weil sie von außen zu hart bedrängt werden, nein, sondern weil
sich Glaubensprinzipien in den Händen von frommen, aber selbstgerechten Gemeindegliedern in Leben Zerstörende Waffen
verwandeln.
Die Handlung spielt in einer fiktiven Mennonitensiedlung in Kanada. Die Hauptfiguren sind der junge kritische Thom, der
den mennonitischen Glauben durchaus akzeptiert, aber angesichts seiner Erfahrungen ins Fragen gerät. Sein Gegenspieler ist
Mr. Block, der fromme, aber selbstgerechte Gemeindediakon, der für seinen Sohn Peter eine heile mennonitische Welt aufbauen
will und dabei seine Tochter opfert. Mit allen Mitteln will Mr. Block seine Familie und die ganze Gemeinde auf dem Pfad der
Väter halten. Zu seinen Glaubensprinzipien gehört die Wehrlosigkeit ebenso wie die deutsche Sprache und das Verbot von
Heiraten mit Nicht-Mennoniten. Wiebe zeigt in seinem Roman, wie brüchig solche Prinzipien werden, wenn sie formalistisch
gehandhabt und nicht inhaltlich aufgefüllt werden. So erfährt der Leser, dass Mr Block in Russland selber zum Totschläger wurde und
in Kanada bereit ist, Tochter und Frau zu verstoßen, als er erfährt, dass seine Tochter ein uneheliches Kind bekommt, das
von einem Mischling stammt. Da Kind und Mutter bei der Geburt sterben, kann der Schein nach außen noch einmal gewahrt
werden, aber die heile Welt, die Mr. Block in Kanada aufbauen wollte, ist ein für alle Mal zerstört.
Dass die Aufrechterhaltung des Prinzips der Wehrlosigkeit Mennoniten wie Nicht-Mennoniten in Bedrängnis bringt, zeigt
Peter P. Klassens Erzählung Die Buschinsel" in seinem Buch
Kampbrand, das er 1989 veröffentlicht hat. Darin schildert er
das Dilemma eines mennonitischen Oberschulzen angesichts der Klagen über Viehdiebstahl, gibt aber auch den
berechtigten Vorwurf eines paraguayischen Generals wieder, den dieser angesichts eines toten und einiger gefangener Einbrecher
gegenüber dem Oberschulzen erhebt. Hier zunächst das Dilemma des Oberschulzen:
Was soll ein Oberschulze machen, wenn in seinem Amtssitz Tag für Tag Klagen aus den Dörfern einlaufen?
In Rückenau hatten die Viehdiebe eine ganze Herde weggetrieben, mit den besten Milchkühen einiger Bauern.
Niemand hatte es gewagt, den Dieben zu folgen. Niemand wollte sein Leben aufs Spiel setzen. Immer wieder waren die
Klagen gekommen, aus Heimstätte, aus Lichtenau, aus Rudnerweide. Die Klagen hatten drohend geklungen. Könnt ihr
denn nichts machen? Wann wird endlich etwas unternommen? Wir verlieren all unser Vieh! Wenn hier nicht
durchgegriffen wird, müssen wir alle zurück nach
Kanada!"
(9)
Der General, der über die gefangen genommenen Einbrecher verfügen muss, steht ebenfalls in einem Konflikt und macht
seinem Ärger Luft:
'Señor Administrador', sagte der General. Seine Augen funkelten, und Wiebe sah es. `Señor Administrador',
wiederholte der General noch schärfer, 'wissen Sie, dass Sie schuld sind an dem Tod dieser Knaben? Wissen Sie, dass
es keinen Ueberfall gegeben hätte, wenn Ihr Laden bewacht worden wäre, wenn der Wächter eine Waffe gehabt
hätte? Ihre wehrlose Haltung ist eine Herausforderung für alles Gesindel im Chaco, für die Viehdiebe und für die
Landstreicher!'
Wiebe schluckte. Sein Gaumen war trocken geworden.
'Herr General!', kam es mühsam über seine verbrannten Lippen. Die Zunge widersetzte sich. 'Herr General, die
Regierung hat versprochen, uns zu beschützen.' Ihm stieg das Blut ins Gesicht, und ihm wurde
übel."
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Prinzipientreue auf der einen Seite und skrupellose Anpassung an die Denkweise der jeweils Herrschenden, verkörpert
durch die beiden Mennoniten David Regier und Jakob Enns, wird in der Geschichte Der Fahneneid" thematisiert, die Peter P.
Klassen in seinem Buch
Die schwarzen Reiter(11)
1999 veröffentlicht hat. Dabei wird die Frage nach der Gerechtigkeit aufgeworfen, die,
so die desillusionierende Feststellung, in den dreißiger und vierziger Jahren in der Ukraine weder von den Sowjets noch von
den Nationalsozialisten zur Geltung kam. Im Gegenteil, während die Russen die Mennoniten in die Verbannung schickten,
töteten Deutsche Zigeuner und Juden. Aushalten konnten David Regier und seine Mutter die selber erlebten Ungerechtigkeiten
nur, indem sie sich an das Bibelwort Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr" klammerten. Durch ihren Glauben
an einen gerechten Gott gewannen sie die Kraft zur Nächstenliebe, die das Prinzip der Wehrlosigkeit
weit übertrifft.
4. Plautdietsche Jeschichten
Uns allen sind wohl die Bühnenstücke und Erzählungen von Arnold Dyck in plattdeutscher Sprache bekannt. Weniger
bekannt sein dürften die plattdeutschen Gespräche und Interviews sowie die humorvollen Geschichten von Victor Peters und
Jack Thiessen, die sie 1990 in einem Sammelband mit dem Titel
Plautdietsche Jeschichten. Gespräche-Interviews und Erzählungen
herausgegeben haben. Peters, ein Historiker, und Thiessen, ein Germanist, kennen nicht nur die mennonitische Sprache,
sondern auch die mennonitische Seele sehr genau. Sie verfügen über eine gute Portion Selbstironie, Witz und Humor. Daher
sind ihre Erzählungen leicht lesbar und kurzweilig. Zwei Auszüge bieten ich ihnen hier als Kostprobe an. Hier zunächst die
Geschichte von Victor Peters. Sie heißt Bitte, tjen Wotabad" und beschreibt die Erlebnisse, die er und Karl auf einer Reise in
Kanada hatten:
Nü wull wie en een Western Motel äwanachten, en se hauden uck ´ne Stoaw, oba _ blos eene Stoaw met eenem
Bad. Etj froag, auf daut Bad groot wäa, en se säden sea groot. Oba _ daut Bad wäa een Wotabad. Karl tjitjt mie veblefft
aun, en etj wißt uck nich. ´Na, waut sajchst?' säd he. Karl en etj räden emma plautdietsch. Etj säd: ´Waut meenst
Du?´He meend, he haud noch nienig opp'm Wotabad jeschloapen. Na, en etj haud uck nich. De Receptionist säd: ´Jie
woaren schloapen so aus em Himmel'. Wie nauhmen de Stoaw met´m Wotabad.
Enne Stoaw sach etj mie daut Wotabad aun. Daut sach so aus `ne jewöhnliche Madrautz, blos daut se doa
aunstaut Stroh oda Schümgum nenjeprommelt hauden, haude se daut met Wota vollrannen loten, en dann tojeneiht. En
groot wäa et uck, ujefäa haulf so groot aus de Tabernakel en Steinbach. Rüm haud wie.
Karl jintj foats no siene Sauna en etj wull noch en bät TV tjitjen. Daut es sondaboa, wo daut met Hotels en Motels
es. En Dietschlaund send de TVs irjentwoa hoch boawen, wo eena se meist nich sitt. En Amerikau send de emma
opp'm Footenj vom Badd. Dann kaun eena biem liedjen schmock sehnen. Etj läd mie han en wull nü TV tjitjen. Oba donn
fung etj üt, wiels etj opp'm Wotabad lach, daut doa aundre Deele von mienem Tjarpa veel schwanda send aus miene
Feet. Miene Feet wäaren so hoach, daut se daut TV-Bild vedatjten. Na etj spreed se ütenaunda en sach nü aules.
Teschen miene twee groote Teehen sach etj Präsident Bush, Elizabeth Taylor, Charles Bronson en uck Chomeni sien Boat
paußt kratjt teschen."
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Jack Thiessens Geschichte De Schwoata opp'em Schepp" ist eine Hochzeitsgeschichte besonderer Art. Darin wird das
Eheleben mit einer Schiffsfahrt verglichen, wobei Gott der Kommandant und Jesus der Pilot ist. Doch manchmal kommt auch
de Schwoata", der Teufel, aufs Schiff und bringt alles durcheinander, so wie auf dieser Hochzeit:
Peeta Reimasch Hauns wea langsom groot. Wann hee em Farjoa nom Besorje manke Jungend `romdwauld,
dann sach'et am aus een Hohn. Hee muak een ditjen Koda, am schwoll de Kaum aun, enn wann hee to de junge Benjelns
säd; ´Saul etj lud woare?' dann hewelde see aula foats ut. Zeowents enn aum Sinndach haud Hauns witte Socke aun,
enn sien Scholmtje wea mett Brylschmaund faustjebackt. Hauns deed sich uck mau selden - enn nie manki Mensche _
de Näs mett de Meiw wesche. Enn so kaum'et dann uck, daut Hiebats Neta boold to disem jleien Tjedel ´O.K.'säd.
Aum Sinnowend sull'et Tjast jäwe. Nu stallt junt väa, Peeta Reimasch Hauns haud Schiz! Nich seea, saj jie? Vleicht nich,
oba jenuach, daut am de Lempe flautade. ´Mei goodness', säd de Reimasche, enn waut hee wea, de oola Reima, de
säd: ´Dann woa wie mol seene!" enn gauf Hauns twee doppelde Stiewe.
Enn boold wea Hauns so brow, daut hee ären oolen Boll unjanähme wull. Hee fiehd äaren Hohn eent mett eenem
Kluta, daut'a tjrempeld. Dann heiwd'a dän Schrootkauste so lud too, daut sich sogoa de oala Kunta vefead enn hee
hassad jeajen daut Schetzel, daut de Speena fluage. Donn dreid hee de Säj den Zoagel drall enn jintj ´nen. Oba Hauns mußt
nu doch no Tjoatj. Neta wudd aul wachte; hee mußt nu gohne. Waut hee vehäa to schiz jehaut haud, wea hee nu to
brow. So brow enn äwabrestig wea hee, daut de oola Reima nu wada nom Atjschaup jintj enn Pelle väahold:
Beruhigungspelle sull Hauns nehme; eene doppelde Portion. Daut deed'a enn nu jintj'et loos. See foare met'te Koa no Tjoatj; nich
Hauns foa, nä, de oola Reima sad sich aum Stia enn spinnd loos. Boold weare see bie de Tjoatj _ aula straum enn opjeriemt
- aunjekome.
Jo, enn Lied, nu hoolt junt faust, wiels... jo, wiels Hauns wea enjeschlope enn am wea nich wacka to tjriee. Se oakade
aun am ´romm, Reima tjneep am aune Laj, oba Hauns wea enn bleef emm Pooselaunt! Na heat, waut wea daut tom bosse:
doa stund de Brut utjestraumt enn aupetietlich aus'ne fresche Pastje, doa stunde de Baste-Manna enn tjammde sich
enn weare iewrich aus Joalinja aum Diestel, doa tjichade de Brutmejalles enn wulle nu mol wiese, daut se uck enn bät for
sale weare enn Hauns, de Brigaum...? Jo, Hauns schleep, enn schnoatjt enn brommd. De Uage weare too enn bleewe
too. ´Mei, mei', säd Taunte Reimasche enn dreid äa Schneppeldoak
drall."
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Anekdoten, humoristische Erzählungen und Satiren
Mennoniten predigen und unterrichten gern, denn sie wollen andere belehren. In der Öffentlichkeit geben sie sich
meistens ernst und wortkarg, in der kleinen Tererérunde hingegen wird geredet, fabuliert und manch einem Zeitgenossen etwas
angedichtet. Da wird deutlich, dass sie durchaus ein Organ für unbeschwertes Lachen, für Witz und Humor haben, vom Niveau
einmal abgesehen. Bei Predigern und Missionaren kann man gelegentlich beim Volksliederabend beobachten, wie sie über das
ganze Gesicht strahlen und unbeschwert lachen, bis ihnen plötzlich bewusst wird, dass sie in der Öffentlichkeit sind und
ihren Berufsstand würdevoll zu vertreten haben. Urplötzlich verändern sich die entspannten Gesichtszüge und verwandeln sich in
die allvertraute Maske. Schade! Auch Prediger und Missionare und erst recht die Lehrer brauchen Entspannung,
unbeschwerte Freude und unkontrolliertes Lachen. Witz, Humor und Satire besitzen oft mehr Tiefe und Wahrheit als gespielte
Ernsthaftigkeit und zur Schau getragene Tiefgründigkeit. Der liebe Gott hat uns mit einem reichhaltigen Repertoire an Emotionalität
ausgestattet, und wir sollten m. E. dieses uns anvertraute Pfund nicht vergraben.
Ich bin froh, dass ich Ihnen hier einige dieser im wahrsten Sinne des Wortes erfreulichen Kostproben servieren kann.
Doch bevor ich damit beginne, will ich ihnen als guter Mennonit erst einmal eine theoretische Rechtfertigung für mein Handeln
liefern. Ich bin ja auch Lehrer, der normalerweise recht ernst dreinschaut. Wenn ich mal daraufhin angesprochen werde, sage ich
sofort - quasi als Selbstverteidigung - dass das nur daran läge, weil ich so viel nachdenken müsse. Hier die etymologische
Ableitung des Wortes Witz" von dem sachkundigen Professor Lutz Röhrig, der da schreibt: Das Wort ´Witz' gehört zum
Wortfeld ´Wissen'. Mittelhochdeutsch ´witze'meint etwas viel Allgemeineres als Witz, nämlich: Verstand, Wissen, Klugheit,
Weisheit. ´Mit witzen' bedeutet: verständig; ´úz den witzen kommen': den Verstand, die Besinnung verlieren; ´ane witze' ist ein
dummer, törichter Mensch."
(14)
Nach diesen Worten aus berufenem Mund können Sie sich unbeschwert und mit gutem Gewissen an den folgenden
Ankedoten, Erzählungen und Satiren erfreuen.
Ich beginne mit zwei Anekdoten, die der bekannte Professor und Gemeindeälteste Johannes Harder in seinem Alter
gesammelt und zu Papier gebracht hat. Sie befinden sich in dem Büchlein mit dem Titel:
Und der Himmel lacht mit. Heiteres von
Theologen und Theolunken: Unter der Überschrift Von Professoren und Konfessoren" befindet sich die folgende Anekdote:
Sein alter Kampfgenosse Emil Brunner, der Züricher Systematiker, hatte sich überraschenderweise
der ´Oxfordgruppenbewegung'(einer ideologischen ´moralischen Aufrüstung') angeschlossen und soll sich als
solcher Barth vorgestellt haben:
´Karl, ich bin ein neuer Mensch geworden!'
Darauf Barth: ´Ja, Emil, wenn das die anderen sagen
würden!'"
(15)
Unter der Überschrift Aus dem Munde der Kinder..." findet sich folgende Anekdote:
In Wuppertal ist ein auch psychologisch geschulter Lehrer darauf aus, bei Aussagen und Antworten der Schüler
zu testen, aus welchen Elternhäusern sie kommen.
Thema: ´Unglück'.
´Was meint ihr, wie man einen solchen Fall nennt, wenn einer, der die Straße überquert, dabei unter ein Auto gerät
und noch einmal halbwegs davonkommt?'
Die Hände fliegen nur so: ´Schwein gehabt!'
Ein zweiter: ´Dem Teufel von der Schippe gesprungen!'
Der dritte: ´Pech gehabt und noch kein Unglück!'
Einer sagt: ´Schicksal'; der fünfte: ´Es hat so sollen sein.'
Unser Psychologe versucht, daraus den geistigen und geistlichen Status der Familien zu ergründen; das ist
schwierig in einer Gesellschaft, wo Worte zu Wörter und Gesinnung zu Redensarten umgemünzt sind.
Da meldet sich im nachhinein ein Sechsjähriger, und bei dem braucht man keine Überlegung: ´Alles falsch, Herr
Lehrer! Es muss heißen: ´Das ist die unverdiente Gnade und Barmherzigkeit des himmlischen Vaters!'
´Schau mal an Pfarrer?'
Der Junge reckt sich auf:
´Superintendent!'"
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Von Missverständnissen, die unter Menschen aus verschiedenen Ethnien und mit unterschiedlichem kulturellem
Hintergrund aufkommen können, erzählt der bekannte Anthropologe Jash Leewe, der Anfang der sechziger Jahre hier im Chaco war,
aber vorher mehrere Jahre als Missionar in Kolumbien und Panamá gearbeitet hatte. Die Geschichte heißt: Fonn Hunj, Muttash,
en Indiauna doutschloone". Sie ist in seinem Buch
Onze ieaschte Missjounsreiz" 1996 erschienen ist.
Während Missjenoa Leewe seine neue Post durchsah, bemerkte er, dass sich vor dem Haus eine Menge Indianer
versammelt hatten, die drohend ihre Flinten, Spieße sowie Pfeil und Bogen in den Händen hielten und aufgeregt hin und her liefen.
Als Leewe herauskam, merkte er sofort, dass diese Drohgebärden ihm galten und ihm wurde die Situation sehr schnell klar:
Mett ee'mol plautste däm fäashtên Indiauna disse Wiead rut, ´Hast du werkjlichj dienên Hunt dout jêshloage?'
´Joo!´shtundt ekj onnshuldichj tou. Ekj haud ferr'ne haulwe Shtund dem Noobash Hunt, dän wie enn'ne Kost
jehaudt haude, noo'm Hunjshimmel jêshekjdt.
´Dann woa wie nu mett die Rozmak houle, eea du aul onz Indiauna aufmettsêlst!'
´Ekj zie'je jun Frindt! Wäa haft jünt zounên dommên Jedanke enn jêtrechtjtat, daut ekj dee Indiauna waut
Shlachtêt aunddoune wudd?´ schmeet ekj an nu zelwstjêrachjt fäa.
´Du Piepakopp!' shrieajê'me dee wuttje Indiauna aun. ´Daut ess'je gauns kloa! En Mensh de dän Hunt, dee daut
Äte fonn zienêm Desh frat, enn kolldem Blout doutshloone kaun, dee ess'je dann uck emm Shtaund ziene ieajne
Mutta äw´rem Humpêl tê halpe. Zounêm Mensch kjemmt'je daut Indiauna ommbringe nich Mool bott aun'ne kolde Kleeda.
Nu ess daut kjlieakja wann wie fäabiejênde Medditsien aunwande ên die tê ieasht äw'rem Hupe halpe, dan kau'st
du'je kjeene Indiauna auf mettsle.'
´Wacht ên Bätkje', prachad ekj, ´Ekj woa junt daut aula
errkkjläre."
(17)
Hans Adolf Hertzler, langjähriger Pfarrer der Mennonitengemeinde in Krefeld, hat eine spitze Feder, die Menschen
wachrüttelt und erfreut. Er gibt im Vorwort zu seiner Sammlung von Glossen, Satiren und Sprüchen, die unter dem Titel
Kirchenspitzen im Jahr 2000 erschienen sind, folgende Begründung für die Herausgabe: Mit meinen kleinen Texten, gerade mit den
Satiren, bewahre ich mir die Utopie einer wahrhaft christlichen Kirche und einer Gesellschaft, die sich an Impulsen des christlichen
Ethos orientiert. Indem ich die einzelne Satire entwickle, erinnere ich auf indirektem Weg an gute, überzeugende Lebensformen, die
zu erreichen sich lohnen würden. Schreibe ich also, um bei mir oder bei anderen Veränderungen an Einstellungen oder
Verhaltensweisen zu erreichen. Vielleicht." Hertzler lässt aber keinen Zweifel daran, dass er sich und andere mit diesen Satiren zum
Lachen bringen will.
Hier ein Auszug aus seiner Satire über einen echten Mennoniten, mit der ich meine Ausführungen abschließen will:
Ab und zu sprech' ich mal mit ´nem älteren Mann, fast ein Herr eigentlich, der ist sich ganz sicher, dass er
ein waschechter Mennonit ist. In der Wolle gefärbt, sagt er immer und lacht fröhlich...
Mich wundert halt nur, sage ich manchmal ganz vorsichtig, dass ich Sie noch nie in unserer Kirche gesehen habe.
Noch nicht einmal zu Weihnachten. Ach, das wissen Sie doch inzwischen genau, sagt er dann immer, dass ich kein
Kirchgänger bin. Halt ich nix von, ehrlich. Ist in meinen Augen alles Kokelores. Gott und so, Jesus, Maria und was weiß ich,
also nicht mit mir. Ich bin doch Atheist, sagt er, immer gewesen. Aber Sie sind doch Mitglied hier in der Gemeinde, wende
ich hilflos ein, da müßte man doch erwarten ... Ach was, unterbricht er mich, Sie machen sich da was vor. Da würde ich
jede Wette mit Ihnen eingehen, dass ich nicht der einzige bin, nicht der einzige mennonitische Atheist.
Aber das ist doch ein Widerspruch in sich, sage ich dann jedesmal, ein Mennonit ist doch so eine Art Christ,
und Christen glauben an Gott und an Jesus Christus und setzen sich ein für ein christliches Leben ... Ja, ja, sagt er, mach'
ich ja auch alles, das mit dem christlichen Leben, ich lebe wie ein Christ, wirklich, mehr oder weniger, was man halt
so christlich nennt, genau wie meine ganze Familie seit eh und je, wir sind ja mit allen irgendwie verwandt, wenn auch
um sieben Ecken manchmal, aber wirklich mit allen besseren mennonitischen Familien, wie ich schon sagte, wirklich
wir sind echte Mennoniten. Schade, dass es da heute so ein Durcheinander gibt, manchmal lese ich Namen im
Gemeindebrief, sagt er, Namen von Mitgliedern, von angeblichen Mitgliedern, also, wenn Sie mich fragen, das ist nicht mehr
echt. Die sind einfach so dazugestoßen, Namen wie aus dem Telefonbuch, halt irgendwelche Leute, einfach keine
Tradition..."
(18)
Zum Schluss bekennt der Autor, dass er das Gespräch mit dem mennonitischen Herrn erfunden habe: Einfach so. Darum ist
es ja so wahr, wenn ich sage: Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen würden mich überraschen, wirklich,
besonders in real existierenden mennonitischen
Gemeinden."
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Literaturverzeichnis
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Harder, Johannes: Und der Himmel lacht mit. Heiteres von Theologen und Theolunken, Herderbücherei: Freiburg im
Breisgau 1982.
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Hertzler, Hans Adolf: Kirchenspitzen, Glossen, Satiren, Sprüche, Kümpers Verlag: Hamburg 2000.
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Klassen, Peter P.: Und ob ich schon wanderte ... Geschichten zur Geschichte der Flucht und Wanderung der Mennoniten
von Preußen über Rußland nach Amerika. Mennonitischer Geschichtsverein: Weierhof 1997.
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Klassen, Peter P.: Kampbrand und andere Geschichten aus dem paraguayischen Chaco, Asunción 1989.
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Klassen, Peter P.: Die schwarzen Reiter. Geschichten zur Geschichte eines Glaubensprinzips, Sonnentau Verlag: Asunción 1999.
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Leewe, Jash ( Loewen, Jacob A.): Onze ieashte Missjounsreiz ouda Waut je emma fonn´ne Missjoun weete wulle, ooba
kjeena junt fêtale deed. Abbotsford, B. C., Canada, 1997.
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Loewen, Harry: No permanent City. Stories fom Mennonite History and Life, Herald Press: Waterloo 1993. Deutsche
Fassung: Keine bleibende Stadt. Mennonitische Geschichten aus fünf Jahrhunderten, Kümpers Verlag: Hamburg 1995.
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Peters, Victor/Thiessen, Jack: Plautdietsche Jeschichten. Gespräche-Interviews-Erzählungen, N. G. Elwert Verlag: Marburg 1990.
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Röhrig, Lutz: Der Witz. Seine Formen und Funktionen. Mit tausend Beispielen in Wort und Bild, Deutscher Taschenbuch
Verlag: München 1980.
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Spinner, Kaspar H: Vorschläge für einen kreativen Literaturunterricht, Diesterweg Verlag: Frankfurt am Main 1990.
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Tsepeneag, Dumitru: Hotel Europa. aus dem Rumänischen von Ernest Wichner, Alexander Fest Verlag: Berlin 1998.
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Wiebe, Rudy Henry: Peace shall destroy many, WM. B. Eerdmans Publishing Co.: Canada 1962.
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Wilpert, Gero von: Sachwörterbuch der Literatur, 5. Aufl., Alfred Kröner Verlag: Stuttgart 1969.
Fussnoten:
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Vortrag, gehalten auf der Tagung des Mennonitischen Lehrerverbandes in Paraguay am 8.7.2000 in Loma Plata, Kolonie Menno
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Spinner, Kaspar H.: Vorschläge für einen kreativen Literaturunterricht, Diesterweg Verlag: Frankfurt am Main, 1990, S. 9 f.
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Wilpert, Gero von: Sachwörterbuch der Literatur, 5. Aufl., Alfred Kröner Verlag: Stuttgart, 1969, S. 440
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Tsepeneag, Dumitru: Hotel Europa. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner, Alexander Fest Verlag: Berlin, 1998, S. 175 f.
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Loewen, Harry: No permanent City. Stories from Mennonite History and Life, Herald Press: Waterloo, 1993
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Ders.: Keine bleibende Stadt. Mennonitische Geschichten aus fünf Jahrhunderten, Kümpers Verlag: Hamburg, 1995
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Klassen, Peter P.: Und ob ich schon wanderte... Geschichten zur Geschichte der Flucht und Wanderung der Mennoniten von Preußen
über Russland nach Amerika. Mennonitischer Geschichtsverein: Weierhof, 1997, S. 285 f.
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Wiebe, Rudy Henry: Peace shall destroy many, WM. B. Eerdmans Publishing Co. Grand Rapids, 1962
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Klassen, Peter P.: Kampbrand und andere Geschichten aus dem paraguayischen Chaco, Asunción 1989, S. 20 f.
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ebd., S. 27 f.
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Klassen Peter P.: Die schwarzen Reiter. Geschichten zur Geschichte eines Glaubensprinzips, Sonnentau Verlag: Asunción, 1999
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Peters, Victor/Thiessen, Jack: Plautdietsche Jeschichten. Gespräche - Interviews - Erzählungen, N. G. Elwert Verlag: Marburg, 1990, S.
213 f.
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ebd., S. 266 f.
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Röhrich, Lutz: Der Witz. Seine Formen und Funktionen. Mit tausend Beispielen in Wort und Bild, Deutscher Taschenbuch
Verlag: München, 1980, S. 4
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Harder, Johannes: Und der Himmel lacht mit. Heiteres von Theologen und Theolunken, Herderbücherei: Freiburg im Breisgau, 1982, S. 74
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ebd., S. 32
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Leewe, Jash (Jacob A. Loewen): Onze ieashte Missjounsreiz ouda Waut je emma fonn´ne Missjoun weete wulle, ooba kjeena junt
fêtale deed. Abbotsford, B.C., Canada, 1997, S. 72 f.
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Hertzler, Hans Adolf: Kirchenspitzen. Glossen, Satiren, Sprüche, Kümpers Verlag: Hamburg, 2000, S. 156 f.
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ebd., S. 158
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