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Bergthal

Die >Kolonie Bergthal wurde im Jahre 1948 von kanadischen Mennoniten gegründet, zu gleicher Zeit wie auch die Kolonie >Sommerfeld, die an Bergthal grenzt. Auf rund 9.000 ha siedelten etwa 700 Personen, von denen eine Anzahl enttäuscht nach Kanada zurückging, so dass Bergthal 1950 nur 574 Einwohner hatte. Die Bergthaler kamen aus der >Ostreserve (Chortitzer) in Manitoba und die Gemeinde trägt den Namen Bergthaler Mennonitengemeinde. Die Ursachen ihrer Auswanderung waren die gleichen wie bei den Sommerfeldern. Doch die >Absonderung von der Welt und das Festhalten an den “alten Ordnungen” wird hier stärker als in Sommerfeld betont. Die Schulen werden mehr oder weniger so geführt wie in Russland vor 150 Jahren. Die Ältesten der Gemeinde wachen streng über das traditionelle Leben in der Kolonie. Dennoch fanden im Laufe der Jahre mehrfach Brüche in der überlieferten Struktur statt. Im Jahre 1970 verließ eine Gruppe die Kolonie und gründete die Siedlung >Tres Palmas in unmittelbarer Nachbarschaft. Dann besteht seit 1993 eine kleine separate Gemeinde in Bergthal: die >“Evangelische Mennonitengemeinde Neues Leben”. Die Bergthaler Mennonitengemeinde hatte zu Beginn des Jahres 2008 980 Gemeindeglieder und die Kolonie hatte 2.591 Einwohner.
Gerhard Ratzlaff
Peter P. Klassen: Die Mennoniten in Paraguay. Reich Gottes und Reich dieser Welt. Bolanden-Weierhof: Mennonitischer Geschichtsverein e.V., 1988, S. 132-135; Gerhard Ratzlaff: Ein Leib - viele Glieder. Die mennonitischen Gemeinden in Paraguay. Hg. Gemeindekomitee. Asunción: Makrografic, 2001; Joseph W. Fretz: Pilgrims in Paraguay. The Story of Mennonite Colonization in South America. Scottdale, Pennsylvania: Herald Press, 1953, S. 48-52; Joseph W. Fretz: Immigrant Group Settlements in Paraguay. A Study in the Sociology of Colonization. North Newton, Kansas: Bethel College, 1962, S. 98-103; Gerhard Ratzlaff: Die mennonitischen Siedlungen in Ostparaguay, mimeographiert. Friesland, Paraguay. vgl. Mennoblatt, 16. Mai bis 1. Juli 1977; Abe Warkentin: “Gäste und Fremdlinge”. Steinbach, Manitoba: Mennonitische Post, 1987, 175-203.

   
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