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Cacique

ist eine in Schriften über das mittlere und südliche Amerika vorkommende Bezeichnung für den Dorfs-, Sippen- oder Stammeshäuptling der Indianer. Das Wort soll aus der Sprache eingeborener Bewohner Haitis stammen.
Die Landstriche im mittleren >Chaco, in deren Besitz die Mennoniten ab 1927 durch Kaufverträge mit der >Corporación Paraguaya kamen, waren das Wohngebiet der Nordlengua >(Enlhet). Die Lengua erwiesen sich als die “friedliebendsten aller Stämme im Chaco”, so dass die Begegnung reibungslos vor sich ging. Auch sie und andere Chacoindianer hatten damals schon die Benennung Cacique für ihre Führer übernommen.
Wichtige Kaziken im Bereich der >Mennonitenkolonien waren: >Guazú, >Bueno, >Antonio, Caballero, Carapé, Copra-í, Pucú, Marco, Mitaí, Molina, Monte und Paco.
Uwe S. Friesen
Martin W. Friesen: Neue Heimat in der Chacowildnis. 2. Auflage. Asunción: Imprenta Modelo, 1997, S. 123; Walter Quiring: Deutsche erschließen den Chaco. Karlsruhe: Heinrich Schneider, 1936, S. 68-72.

   
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