Lexikon der Mennoniten in Paraguay - Casanillo
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Casanillo

Casanillo ist eine Siedlung der Toba-Maskoy-Indianer, die östlich der >Mennonitenkolonien im >Chaco auf einem Landstück von 15.000 ha, wo diese Eingeborenen ursprünglich zu Hause waren, gegründet wurde. Sie besteht aus sechs Dörfern (Casanillo, Campo Aroma, Campo Rayo, Capiatá, Linda Vista, San Rafael). Angesiedelt wurden die etwa 50 Indianerfamilien Anfang der 1980er Jahre auf Land, das vom Nationalen Indianerinstitut (INDI) gekauft worden war. Immer mehr Familien zogen anschließend auf das Land, das vorher der Casado-Gesellschaft gehört hatte, für die die Tobas früher arbeiteten, so dass 1987 schon 144 Familien mit rund 500 Menschen dort wohnten. Zeitweilig ziehen diese nach Menno, um Arbeit zu suchen.
Durch Mithilfe am Ort über die >Kolonie >Menno und die Verbesserung der Infrastruktur in der Siedlung hat man wiederholt Anstrengungen gemacht, die Indianer auf ihrem Land sesshaft zu machen und ihnen durch Beratung und Beihilfen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Die Existenzgrundlage bilden der Holzverkauf, die Holzkohleproduktion, der Ackerbau und die Viehhaltung.
Uwe S. Friesen
Peter P. Klassen: Die Mennoniten in Paraguay Band 2. Begegnung mit Indianern und Paraguayern. Bolanden-Weierhof: Mennonitischer Geschichtsverein e.V. 1991, S. 67-69; A. P. Hiebert: Im Dienste der Gemeinschaft (1984) 1, S. 5; A. Sawatzky: Im Dienste der Gemeinschaft (1987) 1, S. 3; (Schreiber unbekannt) Mennoblatt 55 (1980) 5, S. 9 und 58 (1984) 6, S. 4-5; Levi Hiebert: Mennoblatt 58 (1978) 20, S. 10.

   
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