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Dorfschulen

Bei der Gründung der mennonitischen Dörfer in >Paraguay wurde stets darauf geachtet, dass möglichst in jedem Dorf eine Dorfschule gebaut wurde, damit alle Kinder des Dorfes die Schule besuchen konnten. Anfänglich wurden die Schulen von den Dorfbewohnern größtenteils in Gemeinschaftsarbeit (>Scharwerk) errichtet. Auch die Anstellung der Lehrer war anfangs teilweise Dorfangelegenheit. Mit der Zeit aber wurden die Dorfschulen von einem Kolonieschulrat verwaltet. Das wirkte sich positiv auf Lehrer und Unterricht aus, denn nun wurden die Lehrer nach einer Lohnskala besoldet und der Unterricht erfolgte nach einem verbindlichen Lehrplan.
Der Unterhalt der vielen kleinen Zwergschulen in den Dörfern wurde aber mit der Zeit zu kostspielig. Daher wurde in den siebziger Jahren mit der Zentralisierung der Dorfschulen begonnen. Mehrere Dörfer einigten sich auf eine gemeinsame Schule. Die Schüler mussten nun mit Schulfahrzeugen zur Schule gebracht und auch wieder abgeholt werden. Der Vorteil aber war der, dass man auf diese Weise Schülergruppen in normaler Klassenstärke haben konnte und dass kein Lehrer mehr als zwei Klassen zu unterrichten hatte.
Die größeren >Kolonien (>Fernheim, >Menno) richteten mehrere Schulzentren ein, während die kleinen Kolonien (>Friesland, >Volendam, >Neuland, >Tres Palmas) nur je eine Primar- und Sekundarschule im Zentrum haben.
Jakob Warkentin

   
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