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Erwachsenenbildung

Auf Schulbildung haben die Siedler aller >Mennonitenkolonien besonderen Wert gelegt. Alle Jungen und Mädchen sollten Schreiben, Lesen und Rechnen lernen, dazu die biblischen Geschichten kennen, eine paar Sprüche auswendig lernen und die Lieder des Gesangbuches singen können. Die fortschrittlicheren Schulen hatten darüber hinaus ein vollständiges Unterrichtsprogramm mit allen säkularen Fächern.
Auch Ansätze zur Erwachsenenbildung hat es wiederholt gegeben. Durchgesetzt haben sich auf die Dauer aber hauptsächlich Kurse, die von Seiten der Kirche angeboten wurden, seien es Bibelstunden, >FLET-Kurse, Predigerkurse oder Chorübstunden. Die Lehrer hatten ihre Fortbildungsveranstaltungen in ihren regelmäßig stattfindenden Arbeitsgemeinschaften und Lehrerkonferenzen. Die landwirtschaftlichen Beratungsdienste der Kooperativen in den Chacokolonien bieten den Bauern regelmäßig Kurse zu den verschiedenen landwirtschaftlichen Themen an. In den letzten Jahren organisieren darüber hinaus auch die genossenschaftlichen Bildungskomitees der Kooperativen Kurse, in denen die Mitglieder in das Genossenschaftswesen eingeführt werden.
Versuche, allgemein bildende Erwachsenenbildung anzubieten, blieben immer auf sporadisch durchgeführte Bildungsangebote beschränkt. Angesichts der immer differenzierter werdenden Gesellschaften im Raum der >Mennonitenkolonien wäre es mittlerweile aber dringend erforderlich, dass regelmäßig Kurse im Sinne der Volkshochschulkurse in der Bundesrepublik angeboten würden, die vom Blumenstecken und Töpfern über Sprach- und Computerkurse bis hin zu Literatur- und Philosophieveranstaltungen reichen würden.
Jakob Warkentin

   
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