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Familienforschung

Die Familienforschung, unter den >Mennoniten in Paraguay als Nofädme (Nachfädeln) bezeichnet, ist schon lange eine beliebte Beschäftigung der deutschsprachigen Mennoniten in Paraguay gewesen. Wenn Leute zusammenkommen, die sich kennen lernen, wird zuerst festgestellt, wer mit wem verwandt ist und ob man gemeinsame Verwandte hat. Das tun hauptsächlich ältere Personen. In den letzten Jahrzehnten wird aber auch schon ernsthafte Familienforschung betrieben, wo Familiengeschichten oder auch nur Familiendaten gesammelt und in Buchform herausgegeben werden. Der Anstoß zu dieser Arbeit kommt in vielen Fällen von Verwandten in Kanada und/oder Deutschland. Meist ist es so, dass eine Person in einer Großfamilie sich dafür interessiert und privat anfängt Daten zu sammeln. Wenn sie dann Unterstützung innerhalb der Familie erhält, kann diese Sammlung weiter ausgebaut werden.
Hilfen sind: Die Geburts- und Melderegister, die die Kolonieämter oder Standesämter führen, Gemeindebücher, Aufzeichnungen von Vorfahren, Daten von auswärts.
In der >Kolonie >Menno sind auf diesem Gebiet wohl die meisten Arbeiten gemacht worden. An zweiter Stelle kommt die Kolonie Fernheim, wo es auch schon eine Reihe Familienforscher gibt, die Daten schriftlich festhalten. In den anderen Kolonien habe ich noch wenig Interesse für diese Beschäftigung gefunden.
Die Arbeiten sehen ziemlich unterschiedlich aus; manche sind einfach Listen von den Nachkommen der in Paraguay eingewanderten Vorfahren, andere gehen so weit wie möglich zurück und sammeln auch Geschichten über die Vorfahren, noch andere fügen Fotos hinzu.
Ingrid Epp, geb. Kaethler

   
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