Lexikon der Mennoniten in Paraguay - Frauendorf
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Frauendorf

Die >Kolonie >Neuland wurde 1947 von mennonitischen Flüchtlingen aus der Sowjetunion gegründet. Bei fast der Hälfte der ansiedelnden Familien fehlte der Familienvater. Die Väter und erwachsenen Söhne waren bereits in den dreißiger Jahren deportiert worden, vor allem in den Jahren 1937/38, oder aber während des Krieges verschollen.
Die Ansiedlung, vor allem die Urbarmachung des Landes, war nun zum großen Teil die Arbeit von Frauen und Kindern. Im Dorf Friedensheim waren hauptsächlich Frauen mit Kindern angesiedelt worden. Es wurde daher Frauendorf genannt. Zwei ältere Männer und ein jüngerer Mann mussten nun mit den Frauen die organisatorischen Fragen des Dorfes klären. Später kamen noch einige Männer hinzu und allmählich wuchsen die Söhne heran, heirateten und hatten Kinder, die dann kein Frauendorf mehr kannten.
Jakob Warkentin
Peter und Elfrieda Dyck: Auferstanden aus Ruinen. Aus dem Englischen übersetzt von Dirk M. Gerlach und Jutta Höfe. Weierhof 1994, S. 231-232; Walter Regehr: 25 Jahre Kolonie Neuland, 1947-1972. Karlsruhe: Heinrich Schneider, 1972, S. 22.

   
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