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Gemeindegarten

In >Pozo Azul und >Hoffnungsfeld wurden während der Zeit, in der die mennonitischen Siedler kanadischer Herkunft auf die Vermessung ihres Landstückes im >Chaco warteten, Versuchsfelder mit tropischen Kulturen angelegt, und sie gediehen ausgezeichnet. Diese Anlage wurde einfach Gemeindegarten genannt, da die drei eingewanderten Gemeindegruppen an den Versuchsanlagen teil hatten. Samen und Pflanzen wurden von der >Corporación Paraguaya zur Verfügung gestellt. Es störte die Verwalter des Versuchsfeldes allerdings, dass manche Durchreisende dann meinten, sie dürften sich auch so ohne weiteres die Früchte dort herausholen, als diese herangereift waren.
Mit den Versuchspflanzungen mit tropischen Kulturen wurde im August 1927 angefangen. Die Corporación Paraguaya sandte den Agronomen Erik Lindgren, der in der Nähe von >Asunción wohnte und dort eine Chacra hatte, um den Lagerleuten beratend zur Seite zu stehen. Man wusste, was in Ostparaguay gedieh, aber der zentrale Chaco Paraguays war in jeder Beziehung unerforscht; noch nie zuvor waren dort Kulturversuche gemacht worden. Hier machte man jetzt mit verschiedenen Kulturen den Anfang. Gepflanzt wurden Bohnen, Wassermelonen, Erdnüsse, Baumwolle, Bananen, Kürbisse und auch verschiedene Gemüsearten. Diese Versuche waren zum großen Teil Richtung weisend für die spätere wirtschaftliche Entwicklung der Siedlungen im Chaco.
Mit den Früchten aus diesen Gemeindegärten wurde 1928 auch das erste >Erntedankfest im Chaco gefeiert.
Uwe S. Friesen
Martin W. Friesen: Neue Heimat in der Chacowildnis. 2. Auflage. Asunción: Imprenta Modelo, 1997, S. 277-279.
Gemeindekomitee >Asociación
Evangélica Mennonita del Paraguay

   
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