Lexikon der Mennoniten in Paraguay - Soja-Anbau in Friesland
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Soja-Anbau in Friesland

In den Anfangsjahren hat man in >Friesland Baumwolle und Mais (bzw. Sorghum) im Sommer angebaut. Im Jahr 1957 fing man an, im Winter Weizen anzubauen. Im Jahr 1965 war Weizen schon Hauptkultur in Friesland und auch in >Volendam. Nun fehlte aber im Sommer das passende Gegenstück für den Weizen als Winterfrucht. Als dann Mitte der sechziger Jahre Soja als Sommerkultur bekannt wurde, passte dies sehr gut in die Fruchtfolge. Soja als Leguminose speichert mit Hilfe von Bakterien aus der Luft den nötigen Stickstoff im Boden und verhindert so den zu schnellen Abbau dieses Elements und damit die Verminderung der Bodenfruchtbarkeit. Dieser Umstand zusammen mit den relativ guten Verkaufspreisen im Vergleich zu Mais hat die Sojafläche ständig wachsen lassen.
Heute (2008) ist die Soja unumstritten die wichtigste Kultur in der mechanisierten Landwirtschaft Ostparaguays und damit auch in den hier gelegenen >Mennonitenkolonien. Sie wird in Direktsaat (>Bodenbearbeitung) und in der Fruchtfolge mit Mais, Sorghum, Sonnenblumen, Weizen und Gründünger wie z. B. Hafer, Ölrettich und Crotalaria juncea angepflanzt. Die Bauern erzielen gute Erträge, müssen dafür aber mehr als je zuvor viel komplizierte Technologie und Pflanzenschutzmittel richtig anwenden, und die Maschinen sind kostspielig. Um einen kompletten Maschinenpark unterhalten zu können, muss ein Bauer jetzt verhältnismäßig größere Flächen bearbeiten.
Alfred Fast Schmidt

   
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