1. Gründung
Am 3. Dezember 1999 wurde der Verein für Geschichte und Kultur der
Mennoniten in Paraguay in Filadelfia gegründet. 10 Personen aus den
Mennonitenkolonien sowie aus Asunción erkannten die Notwendigkeit,
die Geschichte und Kultur der Mennoniten in Paraguay systematisch
zu dokumentieren und die Handlungen der Mennoniten unter den
Gesichtspunkten der Intention und Funktion im Rahmen ihrer
soziokulturellen Umwelt kritisch zu analysieren.
2. Ziele
Dabei werden folgende Ziele angestrebt:
-
Das historische Erbe, das Glaubensgut und das kulturelle Leben
der deutschsprachigen Mennoniten in Paraguay beschreiben,
analyiseren, pflegen und fördern;
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Durch Forschung und Förderung von wissenschaftlichen und
künstlerischen Arbeiten dieses Erbe darstellen und interpretieren;
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Die wechselseitige Beziehung der verschiedenen Gruppen mennonitischer
Einwanderer und ihrer Nachkommen zu ihrer natürlichen, sozialen und
kulturellen Umwelt in Paraguay erforschen und im interethnischen
Dialog interpretieren;
-
Forschungsarbeiten, die in den Interessenbereich des Vereins
fallen, anregen und beratend begleiten;
-
Durch Kooperation mit Archiven und Bibliotheken der Kolonien,
Gemeinden und ihrern Bildungsinstitutionen eine Datenzentrale
einrichten und Material sammeln;
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Kontakte mit ähnlichen Vereinen und Institutionen der Mennoniten
in anderen Ländern unterhalten, um Materialien und
Forschungsergebnisse auszutauschen.
3. Mitglieder
Personen und Institutionen, die mit den Zielen des
Vereins übereinstimmen und bereit sind, ihre Mitgliedspflichten
zu erfüllen, können auf Antrag Mitglied des Vereins werden. Der
Verein wurde 1999 von 10 Mitgliedern gegründet und hat inzwischen
30 Mitglieder.
4. Jahrbuch
Ab dem Jahr 2000 soll jährlich ein Jahrbuch des Vereins
für Geschichte und Kultur der Mennoniten herausgegeben werden. Das
erste Jahrbuch ist bereits erschienen und besteht aus drei Teilen.
Der erste Teil befasst sich mit den Altkoloniern und den
konservativen Mennoniten in Ostparaguay, fragt nach dem dem
russländischen Erbe der Mennoniten in Paraguay, problematisiert
ihre Situation zwischen Tradition und Restitution und geht der
Frage nach dem sozialen Wandel der mennonitischen Gesellschaft
im Chaco nach. Der zweite Teil informiert über ausgewählte
mennonitische Literatur und enthält die Erzählung "Kazike Carayá".
Der dritte Teil, der in Zukunft umfangreicher sein wird, enthält
Berichte und Informationen. Hinzukommen soll ein vierter Teil mit
Buchanzeigen und Buchrezensionen.
5. Symposien
Um den kritischen Dialog unter den Mennoniten und
mit anderen ethnischen Gruppen aus ihrer soziokulturellen Umwelt
in Gang zu setzen und zu pflegen, sollen Symposien in regelmäßigen
Abständen abgehalten werden. Diese Symposien sind öffentlich, d. h.
das daran sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder teilnehmen
können.
6. Bibliothek
Der Verein besitzt gegenwärtig keine eigene
Bibliothek. Um jedoch die bestehenden Buch- und
Zeitschriftenbestände in den Mennonitenkolonien besser nutzbar
zu machen, wird er ein Gesamtverzeichnis der relevanten Literatur
mit Angaben des jeweiligen Standortes erstellen.
7. Finanzierung
Der Verein wird finanziell durch
Mitgliedsbeiträge und Spenden getragen. Größere
Ausgaben entstehen durch die Drucklegung des Jahrbuchs,
die Veranstaltung von Symposien sowie die Anschaffung von Büchern
und Zeitschriften. Die Arbeit des Vorstandes erfolgt ehrenamtlich.
Spenden können auf das Konto des vereins eingezahlt werden. Die Kontonummer
des Geschichtsvereins bei der Kooperative Fernheim ist:
103765-08.
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, können sie ein E-mail an dem
Vorstand des Vereins für Geschichte und Kultur der Mennoniten in
Paraguay schicken (siehe:
Mitglieder).